Lese-Logbuch von Sandy

{Lese-Logbuch} Sandys Januar 2018

Hallo, hallo, hallooo!!

Es gibt ein Sache, über die freue ich mich momentan so richtig: 2017 ist endlich vorbei! Das war nämlich leider so ein richtig besch… Jahr für mich – vor allem zum Ende hin. Sowohl beruflich wie privat, wie blog- und lesetechnisch. Quasi „Scheiße Surround“. Ich finde es famos, hier nun endlich einen Haken dranmachen zu können. Es kann nur besser werden. Ernsthaft! Ich liebe Schlussstriche. Die sind so schön endgültig. :) Also los!

GOODBYE 2017
____________________________________

HELLO 2018

Es glänzt sooo schön! Neues Jahr. Neues Spiel. Neue Pläne. Neue Lesechallenge! Okay, so neu ist letztere nicht. Ich habe mich wieder für die übliche Anzahl an Büchern entschieden, die ich in diesem Jahr lesen möchte: 50. Ich bin guter Dinge, dass das auch problemlos klappt – also nicht wie in dem Jahr, dessen Name nicht genannt werden darf! Der Januar sah schonmal ganz gut aus, wobei ich zugegeben im „Anfänger-Modus“ starte, nämlich mit einigen Büchern, wo man eher gucken als lesen muss.

Statistik

Gelesene Bücher: 7
Gelesene Seiten: 1332
Gehörte Bücher: 1,75
Tops: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
Flops: Kleine Katzenkunde

„Kleine Katzenkunde“ von Benjamin Lacombe

Seit Jahren bekomme ich zu Weihnachten wenigstens eines der wunderschönen Bücher des französischen Illustrators Benjamin Lacombe (der selbst übrigens ein Schnuckelchen ist. :D). Und doch habe ich noch lange nicht alle. Dieses Jahr stand „Die kleine Katzenkunde“ auf meinem Wunschzettel – ein Must Have für eine Katzenliebhaberin wie mich. Die Zeichnungen sind wieder einmal ein Highlight – wunderschön, humorvoll und auf den Punkt gebracht. Die Texte in diesem Büchlein aber … oje. Die sind nicht nur überraschend kurz, sondern auch leider vollkommen einfallslos und ebenso belanglos. Ich fand sie leider komplett unnütz. Für mich haben sie nur von den großartigen Illustrationen abgelenkt. 2,5 Sterne.

Die silberne Königin von Katharina Seck

In „Die silberne Königin“ von Katharina Seck bekommt der Leser – oder in meinem Fall: Hörer – nicht nur eine, sondern gleich zwei winterliche Märchen, die die Autorin meisterlich miteinander verwoben hat. Ich war von Anfang an gefesselt und habe halbe Nächte in „Silberglanz“ verbracht – da traf es sich ganz gut, dass es mir nicht gut ging und ich ohnehin nicht schlafen konnte. Mit ihrem bildhaften und wunderbar poetischen Stil hat die Autorin eine zauberhafte Welt aus Schnee und Eis und klirrender Kälte geschaffen, die sich nach und nach mit Wärme füllt. Und auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke, denn es gibt ein paar wirklich fiese Stellen, die mich immer wieder zweifeln ließen, ob dieses Märchen wohl ein gutes Ende finden wird. 5 Sterne.

„Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers & Florian Biege

„Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers ist eines der besten Bücher, die bei mir wohnen. Völlig klar, dass ich die neue Adaption als Graphic Novel unbedingt haben muss! Und so zogen die beiden Teile „Buchhaim“ und „Die Katakomben“ bei mir ein und wurden sogleich verschlungen. An den Bildern kann ich mich gar nicht sattsehen. Sie passen so perfekt zu denen, die der Roman schon immer in meinen Kopf gezaubert hat. Einfach eine famose Leistung! Doch es ist wie mit den „unverfilmbaren Büchern“. Weil ich den Roman so genau kenne, kann ich dieses Werk hier nicht unvoreingenommen betrachten. Mir fehlt einfach die literarische Qualität, die der Roman hat. Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau. 4,5 Sterne.

„Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers

Das Buch, das schon allein für seinen großartigen Titel einen Preis verdient hätte! Aber auch der Inhalt konnte mich überzeugen, wie ihr in meiner Rezension dazu bemerken werdet. Denn wenn man „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers liest, begibt man sich auf eine eher ruhige Reise durch ein besonderes Universum. Es ist voller unterschiedlicher Überzeugungen und Einsichten, voller überraschend tiefsinniger Gedanken und besitzt eine gute Portion Humor. Mit feinsinnigem Gespür für die Beziehungen zwischen den Wesenheiten und Kulturen führt die Autorin durch eine Welt, in der zwar manches im Argen liegt – die (meisten) Lebewesen aber dennoch einen harmonischen Konsens gefunden haben. Dieses Buch ist etwas für alle, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten sind. 5 Sterne und der Titel des Monatshighlights.

„Wovon du träumst“ von Kira Gembri

Highlightverdächtig war auch „Wovon du träumst“ von Kira Gembri – eine gar nicht kitschige Liebesgeschichte zwischen einem gehörlosen Mädchen und einem Wunderknaben-Geigenspieler. Typisch Gembri ist das hier mal wieder eine lockere und sehr humorvolle Story mit wunderbar sympathischen Protagonistin. Eine klasse Lektüre für verregnete Sonntagnachmittage – denn aus der Hand legen könnt ihr das Buch nicht! :) Begeistert war auch schon Kristina, wie ihr in ihrer Rezension nachlesen könnt. Ich kann mich ihr nur anschließen. 5 Sterne.

„Berühre mich. nicht.“ von Laura Kneidl

Haaaaaaach jaaaaaaa. Das war leider kein wohliger, sondern ein entnervter Seufzer. Denn dieses Buch – in meinem Fall Hörbuch – war so ganz und gar nicht meins. So wenig sogar, dass ich es vor dem Ende an Audible zurückgegeben habe – das ist eine negative Premiere. Das Buch bevölkert gerade alle Social-Media-Kanäle und Instagram kann man gar nicht mehr aufmachen, ohne es zu sehen. Also sorry schon mal, falls sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber so ist das Leben. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass dies eine ganz schöne – wenn auch unnötig amerikanisierte – New-Adult-Story einer deutschen Autorin sein könnte. Doch leider hat mich die Geschichte aufgrund ihrer vielen Klischees und Stereotypen recht schnell gelangweilt. Die Figuren hatten kaum Tiefgang, blieben nicht in Erinnerung und das Problem der Protagonistin (ihre übergroße Angst vor Männern) war einfach nicht konsequent genug umgesetzt. Als die Handlung schließlich nur noch im ereignislosen Studentenalltag dahinplätscherte, habe ich aufgehört. In dem Genre gibt es wirklich richtig gute Storys – schaut euch z.B. lieber mal die Unfolding-Reihe von Penny L. Chapman an! Für dieses Buch hier kann ich leider keine Empfehlung aussprechen. 1 Stern.

„Staub und Regenbogensplitter“ von Stella Delaney

Zum Abschluss des Monats habe ich mich an die dunkelbunte Kurzschichtensammlung von Stella Delaney gewagt, die mir Kristina zu Weihnachten geschenkt hat. Übrigens ein wunderwunderschönes Cover! Ich muss vorausschicken, dass Kurzgeschichten nicht so mein Ding sind – denn gute Kurzgeschichten sind nicht leicht zu schreiben. Tatsächlich muss ich leider zugeben, dass mich einige Geschichten in dem Buch auch nicht überzeugen konnten. Sei es, weil sie zu wenig Raum hatten oder weil der Raum teilweise mit meiner Meinung weniger Relevantem gefüllt wurde. Es fehlte mir oft der Paukenschlag, die Pointe, das Aha-Erlebnis. Nichtsdestotrotz zeigen die Geschichten ganz deutlich: Stella Delaney kann famos schreiben! Sie hat einen wunderschönen Stil, der mich durchweg durch alle Geschichten getragen hat, auch wenn ich sie inhaltlich nicht superspannend fand. Ich glaube, ein gut durchdachter Roman, der ihren Figuren den Platz für eine komplexe Handlung bietet, könnte der Knaller werden! 4 Sterne.

Hinterlasst Spuren, nicht nur Staub!

Wie war euer Januar? Hattet ihr einen guten Start ins Lesejahr? Habt ihr einige dieser Bücher auch schon gelesen und wie fandet ihr sie?

Vorheriger Post Nächster Post

Das könnte dir auch gefallen

6 Kommentare

  • Antwort annie 8. Februar 2018 at 9:59

    die bücher waren das einzige, was mein jahr 2017 noch retten konnte. eine katastrophe jagte die nächste – keine ahnung was los war, aber es war wirklich schlimm.
    umso schöner waren dafür die bücher. meinen persönlichen rekord aus den letzten jahren habe ich deutlich vorangetrieben, sowohl finanziell als auch von der anzahl :D
    einige reihen sind mir bis heute bildhaft im gedächtnis geblieben, manche habe ich auch ein zweites und drittes mal gelesen.
    das einzige fiasko stellte die trinity-reihe dar.
    das war auch mein erstes mal was das komplettieren angeht. normalerweise fange ich eine reihe an und lese dann auch alle dazugehörigen bücher. doch nach zweieinhalb büchern war echt schluss. weder habe ich sie zuende gelesen noch habe ich die später erschienenen bücher gekauft. zu groß war die abscheu, ehrlich. das happy end hätte mich noch interessiert, alles was davor kam war aber wirklich nicht auszuhalten.
    ich hoffe, dass mir das dieses jahr nicht wieder passiert.
    allerdings sah meine januarbestellung ( ich bestelle anfang des jahres gleich alles, was ich noch zum vervollständigen brauche und angekündigte nachfolger als vorbestellung ) sehr vielversprechend aus, da ich alle autoren bereits im schrank stehen habe. ich weiß also im moment, worauf ich mich einlasse.
    aber wer weiß, das ein oder andere buch von mir bis heute unbekannten autoren wird sicher auch den weg in unsere bücherregale finden.

    • Antwort Sandy 4. März 2018 at 17:21

      Hallo Annie,

      tut mir leid, dass dein Jahr auch so mies war. Zum Glück konntest du dich, im Gegensatz zu mir, in die Bücherwelt flüchten. Dann hatte es ja auch ein Gutes. Die Trinitiy-Reihe kenne ich nicht. Wenn in einem Klappentext die Worte „attraktiver Milliardär“ vorkommen, höre ich sofort auf zu lesen. Ebenso wie „mysteriöser neuer Schüler“. Signalwörter für größtmögliche Unkreativität. :)

      Wenn du immer schon alle Fortsetzungen bestellst, hast du sicher einen Riesen-SuB, oder? :)

      LG Sandy

  • Antwort Yvonnes Bücherecke 10. Februar 2018 at 12:26

    Hallo Sandy,
    man du hast so tolle Bücher gelesen, dass ich gar nicht zu welchem ich zuerst was schreiben soll.

    Der Comic von Walter Moers ist vor Kurzem bei mir eingezogen und ich liebe ihn jetzt schon. Ich fand das Buch schon genial und das alles jetzt noch einmal so schön illustriert zu lesen, ist unfassbar schön.

    Die Bücher con Becky Chambers, Laura Kneidl und Stella Delawney habe ich alle zu Hause liegen und will sie bald lesen, angefangen mit Berühre mich. Nicht. Viele fandes es ja, so wie du auch, total toll. Ich bin sehr gespannt. Hast du die Fortsetzung schon gelesen? Die soll ja nicht mehr so gut sein.

    Zu Kira Gembri muss ich gerade bei euch nichts mehr sagen. Sie ist einfach toll. <3

    Mein Einstieg in das (Lese)Jahr war auch ganz gut. Mein persönlicher Geheimtipp ist "10 schlimme Dinge, die mir bestimmt passieren". Dieses Buch verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit.

    Viele Grüße
    Yvonne

    Ich drücke dir auf jedenfall die Daumen, dass 2018 ein besseres Jahr für dich wird.

    • Antwort Sandy 4. März 2018 at 17:13

      Hallo Yvonne,

      danke für deinen langen Kommentar! :) Bei „Berühre mich. Nicht.“ hast du dich aber, glaube ich, verlesen. Das habe ich abgebrochen. :/ Fand es – entgegen vieler Meinungen – leider ziemlich schlecht. Und werde demnach natürlich auch die Fortsetzung nicht lesen. ;)

      LG Sandy

  • Antwort {Rezension} Staub und Regenbogensplitter von Stella Delaney - Tintenmeer 13. Februar 2018 at 8:40

    […] Zeit gelesen. Sie war vor allem vom Schreibstil begeistert – ihre Kurzmeinung findet ihr im Lese-Logbuch Januar. Ich habe mich außerdem noch mit meiner Schwägerin zusammen getan, damit wir gemeinsam über die […]

  • Antwort {Lese-Logbuch} Kristinas Januar 2018 - Tintenmeer 2. März 2018 at 14:17

    […] wir uns perfekt austauschen konnten – ihre begeisterte Kurzmeinung findet ihr übrigens hier. Und meine Rezension hier. Mich haben die Geschichten vor allem wegen ihrer Vielfältigkeit […]

  • Was sagst du dazu?