Geblubbel

Wandergeblubbel

Auf dem JakobsEistobelweg

Gestern gab es endlich seit Langem mal wieder etwas Sonnenschein und darum habe ich Bücher mal Bücher sein lassen und mich – samt Anhang – zu einem gemächlichen Waldspaziergang aufgemacht. So dachte ich anfangs jedenfalls. Ziel war der Eistobel bei Isny, eines der schönsten Geotope Bayers – so verspricht es zumindest die offizielle Homepage. Im Gepäck zur Sicherheit ein Fläschchen Wasser und eine Packung Kekse.

Opfer der Wegverwirrung

Eine kleine Beschwerde gleich zu Beginn: Die Beschilderung dieses Naturwunders ist das Letzte!! Am Parkplatz Schüttentobel angekommen gingen wir zuerst in die entgegengesetzte Richtung. Da wir hier allerdings keinen der angepriesenen Wegweiseraufkleber finden konnten, drehten wir uns wieder um und machen einen neuen Versuch. Dieses Mal waren wir sogar richtig! Wir fanden ein winziges Schildchen und folgen diesem. Als es uns allerdings mitten rein in ein Seniorenheim führte, waren wir zum zweiten Mal um einiges verwirrt. Nach Spekulationen, dass die Senioren vielleicht ahnunglose Touris in die Falle locken wollten, drehten wir erneut um und gingen zur Straße zurück. Doch auch hier gab es keine Hinweise auf den Eingang in dieses sensationelle Naturwunder! Also Versuch Nummer 3: Zurück zum Seniorenheim und gegebenenfalls dort mal fragen. Nach einigem Herumschleichen auf dem Grundstück des Seniorenheims fanden wir ihn dann tatsächlich: den verrosteten, quitschenden Eingang zum Eistobel. (Tut mir leid, hab leider kein Foto gemacht.)

Freudig gingen wir den kleinen, hübschen Wanderweg entlang, der leider auf einer Seite nur die Aussicht auf ein Sägewerk bot. Dafür roch es ungemein gut nach frischem Holz. Nach ein Paar Minuten kamen wir dann endlich zu einem Wegweiser, der uns zwei Optionen bot: “Eistobel 10 Minuten” oder eine “Burgruine 5 Minuten”. Da mein Freund und ich eine schwäche für Burgen haben, entschieden wir uns für einen kleinen Abstecher vor dem Eistobel – Ha! Im Nachhinein glaube ich ja, dass uns Stollentrolle schon seit dem Parkplatz verfolgten, um uns von unserem Wege abzubringen!

Als der Weg ein klitzekleines bisschen gerader (haha) wurde, habe ich die Verschnaufpause genutzt und ein Beweisfoto gemacht. Hinter uns lag die Hölle!!

Nachdem wir uns sicher eine Viertelstunde in schwindelerregende Höhen hinaufgequält hatten, war immer noch weit und breit keine Burgruine in Sicht. Japsend  kamen wir irgendwann an eine Kreuzung mit vier Wegen (ohne eindeutige Beschilderung versteht sich) – auch von einer Burg war hier keine Rede mehr! Wir vernichteten erstmal unseren halben Proviant und entschieden uns dann für den Weg der am nächsten Richtung Eistobel führen könnte. Wir hatten Glück. Wir fanden auf den eigentlichen “Eistobelweg” zurück und stellten fest, dass die ominöse Burgruine auf fast allen der folgenden Schildern mit der Entfernungsangabe “5 Minuten” angepriesen wurde! Verdammte Stollentrolle!

Endlich am Ziel

Wie artige Touris gingen wir nun nicht mehr vom Wege ab und fanden am Ende auch die schönen Eistobel-Wasserfälle und den idyllischen und vor allem weniger halsbrecherischen Wanderweg. Für den Rückweg entschieden wir uns dann aber für den offiziellen, stollentrollfreien Weg und wurden belohnt mit einer wunderbaren Aussicht auf den kleinen Stausee am Eingang des Eistobels. Eine kleine Bildergalerie zeigt euch, wie schön es hier war.

Eine schöne  Überraschung, mit der wir gar nicht mehr gerechnet hatten, wartete dann doch noch auf uns kleine “Pilger”.

Zwar war der Parkplatz Schüttentobel nicht Santiago de Compostela – trotzdem fühlten wir uns am Ende genauso gut (und schlecht gleichzeitig), als wären wir in den letzen Stunden gepilgert! Belohnung: Zu Hause gabs leckere Pitas – auch wenn die eher griechisch sind. Wir sind mal ganz multikulti.

Liebe Grüße
Sandy

P.S. Gabs bei euch am Samstag auch was Spannendes?

Previous Post Next Post

You Might Also Like

7 Comments

  • Reply c.e 22. April 2012 at 14:14

    Hm… schade das das eine Bild fehlt :( (Wegweiser)
    Aber schöne Gegend :D

    • Reply tintenmeer 22. April 2012 at 14:23

      Huch? In der Ansicht, wo nur der eine Artikel ist fehlen sogar 2. Merkwürdig. Danke für den Hinweis. Ich gucke gleich mal und repariere das. Ich glaube das liegt an der Galerie, die verwende ich grad zum ersten mal.

    • Reply tintenmeer 22. April 2012 at 14:40

      Kannst du jetzt die beiden anderen sehen? Eins über und eins unter der Galerie.

      • Reply c.e 22. April 2012 at 14:46

        jau, gehen jetzt beide :D

  • Reply Flori 23. April 2012 at 12:58

    “WIR vernichteten erstmal unseren halben Proviant […]”
    na das is doch ein bisschen geschwindelt :P
    Schöne Bilder :) War ein toller Tag.

  • Reply tintenmeer 23. April 2012 at 13:03

    *rot werd* Es war ein anstrengender Marsch!

  • Leave a Reply