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Unterwegs bloggen: Travel hacks für Buchblogger

In den letzten Wochen habe ich unterwegs bloggen gelernt, denn ich war kaum zu Hause und die Zeit zum Lesen war auch knapp. Mein Problem: Beim Reisen komme ich eigentlich nicht zum Bloggen. Irgendwas fehlt immer – sei es das Material oder die Motivation – und meistens gibt es kein Wlan. Immer dann, wenn ich sie brauchen würde, lassen mich auch meine mobilen Daten im Stich. So wie jetzt gerade – nicht mal die Reiseroute kann ich gerade nachschauen. Mich hat dieser Zustand immer wieder so frustriert, dass ich mich schon vom Thema „effektiv unterwegs bloggen“ verabschieden wollte. Allerdings blieb immer der Gedanke: Andere bekommen das doch auch hin!

Und so starte ich ein Selbstexperiment und du bist live dabei. Dieser Blogartikel entsteht also on the road. Momentan sitze ich im Auto, mein Mann fährt, ich schreibe. Es klappt. Ohne Frust. Dank perfekter Vorbereitung natürlich. Wie das gehen kann, verrate ich dir jetzt.

Perfekte Vorbereitung

Gleich zu Beginn der wichtigste Rat von allen: Hab einen Plan! Die beste Motivation und glänzendsten Wunschträume nützen dir gar nichts, wenn du dir nicht vorher genau überlegst, wann du was tun willst und was du dafür brauchst. Ich spreche aus Erfahrung.

Sprich: Um unterwegs zu schreiben, musst du erstmal wissen, worüber. Denn was nützt es dir, dein Notebook oder Tablet unterwegs dabei zu haben, wenn du keinen Schimmer hast, was am Ende auf dem Papier stehen soll.

Eine Liste mit Artikelideen ist da hilfreich. Die solltest du sowieso führen, um beim Bloggen nicht in die „Was schreibe ich bloß heute“-Falle zu geraten. Falls du selbst noch keine hast, kannst du hier ja mal spicken: 10 Blogpostideen für Buchblogger.

[Tweet „Effektiv bloggen unterwegs? So geht’s!“]

Deine Liste kannst du handschriftlich machen oder digital. Führst du einen Planer, in dem du deine Termine, Projekte und Ideen aufschreibst, bietet es sich natürlich an, hier auch deine Artikelideenliste einzufügen. Allerdings dürftest du den nie vergessen bzw. müsstest immer die richtige Tasche dabei haben, wo der auch reinpasst. Das stellt für mich ehrlich gesagt schon eine Hürde dar. Ich habe nicht immer Lust und Platz meinen Planer mitzunehmen – obwohl der ein Filofax Compact ist, also eine ganz annehmbare Größe hat.

EVERNOTE für Notizen und mehr

Für mich ist es besser, wenn ich alles wichtige auf meinem iPhone dabei habe – ohne das gehe ich nämlich generell sehr selten aus dem Haus. Hier gibt es zwar eine Notizfunktion, die ich im Notfall bisher immer genutzt habe, aber als die beste Alternative hat sich für mich bisher Evernote herausgestellt.

Drei Vorteile haben sich für mich dabei besonders gezeigt:

#1 Die übersichtliche Organisation

Ich kann meine Notizen in Notizbüchern organisieren und behalte so den Überblick über meine Themen. Ich habe also ein Notizbuch, das Blogging heißt. Hier kommen alle Ideen, Listen und Recherchen rein, sodass ich alle Infos, die ich brauche, an einem Ort finde und nicht 5.000 Post-its und handschriftliche Listen durchsuchen muss – das war vorher bei mir so.

#2 Offline-Zugriff auf meine Recherche

Für die Recherche kann alles Mögliche in Evernote gespeichert werden: Texte, Bilder, Internetseiten und sogar Sprachnachrichten.

  Tipp #1

Wenn du auf Reisen bloggen willst, ist es sinnvoll, nicht haufenweise Bücher und schriftliche Notizen mitschleppen zu müssen. Willst du aber eine Rezension schreiben, dann brauchst du doch einfach das Buch, das du rezensieren willst, stimmt’s? Falsch. Brauchst du nicht, wenn du vorbereitet bist. Fotografiere vorher einfach alle Zitate und Stellen, die wichtig sind (Impressum, Klappentext, Autoreninfo, letzte Seite), ab, dann hast du alles dabei, was du brauchst, und außerdem wiegt es nichts.

  Tipp #2

Weil ich den Fehler schon gemacht habe: Speichere dir in Evernote niemals nur die Links zu Webseiten, die wichtig oder interessant (oder beides) sind. Speichere IMMER über den Evernote Webclipper die ganze Seite oder den ganzen Artikel ab. Sonst stehst du irgendwann mal da mit einem Link, den du öffnen willst – aber leider ohne Verbindung zum Internet. *hrmpf*

#3 Immer und überall

Der Punkt korrespondiert mit dem zweiten. Beim Bloggen unterwegs ist es wichtig, dass du immer und überall an deine Daten kommst. Um ein digitales Gerät kommst du logischerweise bei Evernote nicht herum. Allerdings ist es völlig schnuppe, welches du dabei hast.  Solange du deine Login-Daten zu deinem Konto kennst, kannst du über jeden Computer (Programm oder Browser), jedes Tablet (App) und jedes Smartphone (App) darauf zugreifen.

Unterwegs bloggen

So, nun da wir schon mal sichergestellt haben, dass wir unser ganzes Material dabeihaben, kann es ja ans Schreiben gehen. Da habe ich auch ein paar Tipps für dich.

Schreibe auf dem richtigen Gerät

Logischerweise brauchst du ein Gerät, auf dem du deine Artikel schreibst: Notebook oder Tablet. Wenn du nur selten unterwegs bloggst, musst du dir darum wahrscheinlich gar nicht so viele Gedanken machen. Wenn du wie ich nun in den Genuss kommst, zeitweise sehr viel unterwegs zu sein und auch die Zeit zum Vorschreiben nicht da ist, dann ist es sinnvoll, hier mehr Überlegungen zu investieren. Denn in der Regel willst du ja nicht, dass dein Blog dann längere Zeit brachliegt. Je nachdem, wie du ausgestattet bist, ist es eventuell dann sinnvoll, in ein neues Gerät zu investieren. Denn glaub mir, je leichter und je weniger das ist, was du dafür mit dir rumschleppen musst, desto besser.

#1 Tablet

Ein gutes Tablet kann auf Reisen einen Computer heute super ersetzen. Ob du es glaubst oder nicht, es ist zu mehr gut, als zum Spielen und Filme gucken. :) Allerdings solltest du schon in eine etwas größere Version investieren, der kleine Bildschirm wird sonst zu anstrengend – ebenso wie das Tippen. Ich besitze nur ein iPad Mini. Lesen, spielen und zur Not mal was schreiben, geht da natürlich. Aber zum intensiven Arbeiten ist das für mich nix. Wenn du auf ein Tablet (welcher Marke auch immer) zurückgreifst, dann solltest du auch überlegen, eine externe Tastatur dazu zu nehmen. Das macht vieles einfacher.

#2 Netbook

Wenn du bei der Größe eines Tablets bleiben willst, aber dir damit nicht ein kleines Notebook „zusammenschustern“ willst oder einige Programme einfach brauchst, die auf dem Tablet nicht laufen, kann ein Netbook eine Alternative für dich sein. Für mich ist das leider immer noch zu klein. Ich hatte im Studium einige Jahre mal ein kleines Notebook von 11’’. Das war schon okay und man konnte es gut mitnehmen. Aber heute reicht mir das nicht mehr. Man wird ja auch älter. :D

#3 Notebook

Du kannst es dir wahrscheinlich schon denken: Ich wähle Option 3 und hab ein Notebook für unterwegs – das benutze ich natürlich auch zu Hause. Ich brauche ja nicht zwei. Viele denken sich vielleicht: Notebook? Och nö, das ist zwar zum Mitnehmen gedacht, aber es wiegt ja doch meistens 2-3 Kilo und ist unhandlich. An der Stelle möchte ich dir nichts empfehlen. Hier gibt es so viele verschiedene Geräte von so vielen Herstellern. Da kannst du nur selbst schauen, welche Komponenten und vor allem welche Größe dir wichtig ist. Ich habe mich nach langer Zeit doch für ein Macbook Air entschieden. Und bin megaglücklich damit. Es wiegt nur 1 Kilo, hat mit 13’’ für mich genau die richtige Größe und der Akku hält grandiose 10-12 Stunden. Wenn man viel unterwegs ist, sind das für mich unschlagbare Merkmale. Und natürlich: Es ist hübsch! Das ist eben wichtig für Mädels! :)

Benutze Kopfhörer

Wenn ich schreiben will, dann brauche ich eine Art Kokon. Das habe ich nicht nur zu Hause, sondern auch bei der Arbeit gemerkt. Sind Menschen um mich herum, brauche ich etwas, um sie auszuschließen. Wenn es dir ähnlich geht, dann solltest du immer Kopfhörer dabei haben. Die haben nicht nur den Vorteil, dass du Musik hören und die Umgebungsgeräusche damit ausblenden kannst. Sie halten auch andere Menschen automatisch davon ab, dich anzusprechen. Kleiner Tipp: Letzteres funktioniert auch, wenn du Kopfhörer trägst, ohne was zu hören. ;)

[Tweet „Mit Kopfhörern kann man unterwegs effektiv bloggen – auch ohne Musik „]

Achte auf Bequemlichkeit

Das ist ein Punkt, den ich beim Schreiben als Beifahrer im Auto gelernt habe. Nimm dir was für den Rücken mit, wenn du im Auto schreiben willst. Die Form des Autositzes macht es nämlich schwierig, bequem zu schreiben.

Kurztipps für die nächste Reise

  • Mach dir einen Redaktionsplan
  • Behalte den Überblick über die Blogartikel (und ihren Status), die während deiner Reise erscheinen sollen
  • Plane einige Blogartikel vor, sodass sie automatisch online gehen
  • Finde eine Vertretung, die sich während deiner Abwesenheit um deinen Blog kümmert
  • Mach dir eine Pack-Liste nur für die Dinge, die du zum Bloggen unterwegs brauchst
  • Speichere dir alle Infos, die du unterwegs brauchen könntest, in Evernote (oder einem ähnlichen Programm) ab
  • Schreibe und überarbeite Posts, wenn es kein Wlan gibt (z. B. im Flugzeug oder im Zug)
  • Beantworte Kommentare und mach Social Media, wenn du Wlan hast
  • Benutze dein Smartphone als Wlan-Hotspot für dein Notebook
  • Plane einen mehrteiligen Artikel, der an mehreren Tagen online geht (vorprogrammiert), statt einen großen Artikel an nur einem Tag online zu bringen

Du bist dran

Ich hoffe sehr, meine Tipps können dir helfen, auch unterwegs effektiv zu bloggen. Ich wünsche dir viel Spaß auf deinen großen Reisen und kleinen Trips. Teile doch deine Erfahrungen mit mir in den Kommentaren!

[Tweet „Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist. – Jean Paul“]

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1 Kommentar

  • Antwort Elodie 24. August 2017 at 9:04

    Hallöchen! Ich weiss nicht warum ich euch erst jetzt entdeckt habe????. Dieser Artikel nenn ich mal mega inspirierend und informativ. Vielen Dank dafür :)
    Grüsschen Elodie

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