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Ein typischer Tag im Leben einer Teilzeit-Bloggerin

Vor einigen Wochen schrieb ich darüber, wie du (möglicherweise) dem Bloggerburnout entgehen kannst bzw. wie ich entspannter bin beim Bloggen. Zwei Dinge sind meiner Meinung nach dafür besonders wichtig: gute Planung und die Disziplin, den Plan einzuhalten. Ich muss zugeben, beim zweiten hapert es bei mir doch manchmal. Denn allzu oft habe ich einfach, wenn endlich Zeit ist, keine Lust, keinen Nerv mehr, über Blogartikel nachzudenken oder nur zu lesen. Wenn das so ist, dann darf ich eine Sache auf keinen Fall machen: mich unter Druck setzen. Denn dann geht gar nichts mehr – wenn ich Pech habe sogar wochenlang nicht.

Neben dem Vollzeitjob

Blogger, die noch zur Schule gehen oder im Studium sind, haben es noch verhältnismäßig gut. Nicht weil sie nichts zu tun hätten, sondern eher weil sie in ihrer Zeiteinteilung meist recht flexibel sind. Den „Luxus“ haben viele nicht – dazu gehöre ich auch. Zwar kann ich schon entscheiden, ob ich mal etwas später zur Arbeit gehe, aber damit hört die Flexibilität schon auf. 40 Stunden meiner Woche (Minimum) habe ich meinem Arbeitgeber quasi verkauft, hinzu kommt der Arbeitsweg und der Haushalt will auch noch was abhaben. Ich bin also Teilzeit-Bloggerin.

Weil das ein ziemlich normales Lebensmodell ist, mit dem wahrscheinlich viele Blogger(innen) zu kämpfen haben, dachte ich, es könnte hilfreich sein, mal meinen Tagesablauf zu protokollieren. Der andere Grund ist, dass ich solche Infos bei anderen immer total spannend finde. Darum tu dir bitte keinen Zwang an, wenn du auch einen Beitrag über deinen Tagesablauf machen möchtest – bitte den Link in die Kommentare posten! ;)

Seit einiger Zeit versuche ich eine Art Morgenroutine einzuhalten, damit ich besser in die Gänge komme und meine Zeit am Morgen besser nutze, also wundere dich nicht, dass bei mir alles so durchgeplant ist.

Mein typischer Tagesablauf

6:15 Uhr

Der Wecker klingelt. Neben meinem Bett steht eine große Flasche Wasser, mit der ich mich erst mal beschäftige. Dafür nehme ich mir 10 Minuten Zeit, um so viel wie möglich zu trinken, denn ich trinke generell immer viel zu wenig. Ich gehöre zu denen, die sich zwingen müssen. Meistens schaffe ich so 300-500 ml.

6:25 Uhr

Fenster auf und Bett machen. Dann ins Bad (Gesicht waschen zum Wachwerden) und schließlich zur Kaffeemaschine, um ein Tässchen durchzulassen.

6:30 Uhr

Ab jetzt habe ich etwa 30-40 Minuten für mich. In der Zeit höre ich Podcasts, schaue YouTube-Videos, lese irgendwas (alles Mögliche vom Buch bis Online-Nachrichtenseiten), mache mir Notizen zum Tagesplan, zu Artikelideen oder Themen, die ich mal recherchieren will. Manchmal nutze ich auch die Zeit und schreibe schon an Blogartikeln. Wenn das der Fall ist, überziehe ich die Ich-Zeit normalerweise so fatal, dass ich dann richtig ins Schwimmen komme. In dieser Zeit versuche ich auch zu frühstücken – wobei ich meistens kläglich versage. Aber manchmal „nutze“ ich diese Zeit auch nur, um vor mich hinzustarren.

7:10 Uhr

Jetzt geht der Ernst des Tages aber los. Ab ins Bad: duschen, schminken, Haare – und bummeln. Ohne bummeln gehts bei mir leider nicht mehr. Wann auch immer sich diese Unart eingeschlichen hat.

7:30 Uhr

Scheiße, Scheiße, Scheiße! Ich muss noch dies und das und jenes und überhaupt und generell! Wieso bin ich nicht eher aufgestanden? Warum muss ich immer so lang bummeln. Morgen wird alles anders!

7:45 Uhr

Eigentlich müsste ich schon vor 5 Minuten losgefahren sein. Warum ich mir so einen Stress mache, wenn ich doch auch später anfangen kann? Schön und gut mit den etwas flexiblen Arbeitszeiten, wenn man 5 nach 8 keinen Parkplatz mehr bekommt …

8:00 / 8:10 Uhr

Bin jetzt im Büro.

17:00 / 17:30 Uhr

Endlich Feierabend. Blöd, wenn ich noch einkaufen muss. Gut, wenn nicht!

17:30 / 18:00 Uhr

Abendessen kochen, Katze füttern / rauslassen / beschmusen. Hochmotivert sein und auf den freien Abend freuen.

18:30 Uhr

Ich hänge auf der Couch. Bin fatal vollgefressen, kann mich nicht mehr bewegen und überhaupt: Ich bin müde!

22:00 Uhr

Boah war ich heute Abend wieder unproduktiv … was solls. Jetzt aber ab ins Bett.

Wenn du dich jetzt nicht fragst: „Wann zum Geier bloggt die denn?“, dann hast du wohl bei der Überschrift nicht aufgepasst. ;) Ich verrate es dir: In 80 % der Fälle am Wochenende. Da habe ich 2 Tage frei, um meine Artikel vorzubereiten, zu schreiben, zu lesen, selbst zu kommentieren usw. Aber hier brauche ich auch eine To-Do-Liste, einen Plan, sonst verbummele ich die ganze Zeit mit Nichtigkeiten – was aber ab und zu auch mal sein muss!

Und in 20 % der Fälle blogge ich zu den seltsamsten Zeiten. Wie jetzt gerade: Es ist ein Donnerstagabend 20:04 Uhr. Ich bin allein zu Hause und wollte eigentlich was ganz anderes machen …

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11 Kommentare

  • Antwort Buchstabenträumerin 23. Juni 2016 at 10:15

    Liebe Sandy,

    sehr schön beschrieben :D Ich arbeite zwar „nur“ Teilzeit, bin dafür den Rest der Zeit Mama und blogge dann noch irgendwie, wann immer Zeit ist. Oder lese. Meistens abends, während das Kind einschläft. Dann mache ich es mir im Kinderzimmer gemütlich und schreibe für den Blog oder lese in meinem Buch weiter :-)

    Liebe Grüße!
    Anna

  • Antwort Cindy von Kumos Buchwolke 26. Juni 2016 at 8:34

    Guten Morgen Sandy,

    was für win herrlich lustiger Tagesablauf. Ich gehöre auch zu den Teilzeit Bloggern, wobei ich auch oft sage, dass ich zwei Jobs habe, die ich leidenschaftlich gerne mache. Ja, ich liebe meinen Broterwerb und manchmal leidet mein Blog darunter.

    Mein Wecker klingelt das erste Mal un 4:20Uhr und je nach dem wann ich auf Arbeit sein möchte stehe ich zwischen 4:30 und 5:00 Uhr auf und bin zwischen 5:35 und 6:09 Uhr auf Arbeit. Obwohl ich erst gegen 7 Uhr beginnen müsste. Warum ich dann so früh schon auf Arbeit bin? Ich habe frühmorgens gerne meine Ruhe, überfüllte Bahnen plus null Sitzplatzgarantie bereiten mir schlechte Laune. Zum Feierabend ist mir das egal. Oft surfe ich aber noch etwas im Internet, blogge oder lese ich bevor ich richtig mit arbeiten beginne.

    Ich habe meine Kollegen sehr gerne, aber wir sind auch ein Großraum Büro und solange ich nur Brote in der Mittagspause esse, verbringe ich meine Pause gerne am Schreibtisch und nicht in der Küche mit den anderen. Mich entspannt die „stille“ Zeit. Manchmal lese ich oder kann kleinere Arbeiten für meinen Blog machen. Wir haben nämlich Gimp auf unseren Rechnern und mithilfe von Gimp erstelle ich zuhause meine allgemeine Kumo Info für die Rezensionen, dass nicht am Wochenende machen zu müssen ist ne echte Wohltat, weil es oft Zeit frisst. :)
    Wenn ich dann Feierabend habe, blogge ich dann leider seltener. Irgendwie habe ich zu Hause kaum Lust auf PC. Hmh ich brauche einen Laptop, damit ich von der Couch aus schreiben kann. ^^
    Eine zeitlang ist es mir gelungen jeden Abend von 20 bis 21 Uhr zu lesen, mittlerweile suchte ich The Mentalist. Ja ich mussxan meiner Disziplin arbeiten unbedingt. :D
    Liebe Grüße Cindy

  • Antwort Let 'em eat books 28. Juni 2016 at 9:49

    Huhu Sandy,

    im Großen und Ganzen muss ich dir zustimmen, aber die Aussage, dass Studenten es leichter haben, bezweifel ich. Schüler vielleicht, wenn es noch so ist, wie zu meiner Zeit. Da war man zwar frühestens um 4 zuhause, hatte vor dem Schlafen aber noch 1-2 Stunden für sich. Als Studentin arbeite ich gerade 70 Wochenstunden für meine Hausarbeiten, wenn ich in die Uni muss, kommen 3 Stunden Pendelzeit dazu. Und gerade diese Unberechenbarkeit der Zeit macht es in meinen Augen komplizierter. Du weißt nie, wie viel Zeit du dir lassen kannst, deshalb arbeitest du jeden Tag so viel wie möglich – was meist auch heißt, mitten in der Nacht, denn erst dann sind die Nachbarn so leise, dass man sich auf Fachtexte und sein eigenes Schreiben konzentrieren kann – und FALLS man dann wirklich früher mit der Hausarbeit fertig ist, nimmt man sich nicht etwa Zeit für sich. Nein, dann kommt der verdammte Perfektionismus und man arbeitet wieder vom ersten Kaffee bis zum Schlafengehen nur an der Hausarbeit. Man nimmt sie mit zum Sport, aufs Klo, überall hin.
    In vielen Berufen hat man es da leichter, finde ich. Ich will gar nicht sagen, dass Arbeit weniger anstrengend ist, aber gerade die festen Zeiten sind etwas, wovon Studenten nur träumen können. Wenn man einen guten Job hat, bei dem man nicht Akten mit nach hause nehmen und weiter bearbeiten muss, kann man Arbeit und Freizeit teilen, die Arbeit liegt nicht ständig auf dem Schreibtisch und grinst dich solange an, dass du dich auch am Sonntag sofort nach dem Aufstehen wieder dransetzt. Du magst vielleicht nur 2 Stunden abends frei haben, und da völlig kaputt sein, aber du HAST frei. Studenten arbeiten 7 Tage die Woche quasi in jeder wachen Minute und wenn sie nichts zu arbeiten haben, dann nur, weil sie darauf warten, dass ihre Dozenten endlich eine Mail schreiben und das Okay geben, dass man weiter arbeiten kann. Zumindest geht es mir und einigen Freundinnen so. Natürlich gibt es auch die Studenten, die erst einen Tag vor einer Klausur lernen, eine Hausarbeit in 3 Tagen hinklatschen. Die, die ständig feiern gehen, erst mittags aufstehen und nie die Pflichtlektüre für Kurse lesen. Die, die dennoch immer einen besseren Abschluss machen, als sie, die sich den Hintern aufreißen. Sie sind leider nicht einmal selten. Aber die wahren Studenten, die, die wirklich was lernen wollen, arbeiten quasi rund um die Uhr. Von 6 Jahren Studium hab ich selbst 5 Jahre am Stück jeden Tag geackert, nicht einmal auch nur einen einzigen Tag freigehabt, denn es gibt keine Pflichtferien, keine Urlaubstage, die im Gesetz stehen. Die vorlesungsfreie Zeit ist nicht für Urlaub, sondern für Pflichtpraktika, Hausarbeiten, Ausarbeitungen und Klausuren. Teils sogar, um schon die Grundlektüre für die nächsten Kurse zu lesen, wenn man einen sadistischen Dozenten hat. Das alles wäre nicht weiter schlimm, wenn es feste Zeiten gäbe. Dass man für seine Ziele arbeiten muss, ist okay. Aber ich würde töten, um im Studium auch klare Zeiten zu haben und nicht, um, wenn mein Hirn nicht mehr will, dennoch über meiner Arbeit zu hängen, in der Hoffnung, dass mir doch noch irgendwas einfällt, weil mir keiner sagen kann, dass ich aufhören muss, weil mehr als X Stunden Arbeit gesetzlich nicht zugelassen sind. Diese Selbstverantwortung, dieses Nichtwissen, wie viel man arbeiten muss und wann man sich mal eine Pause gönnen kann, das ist es, was einen kaputt macht. Vielleicht sehe ich das eines Tages anders, wenn ich einen Alltagstrott überleben muss. Aber heute würde ich dafür töten.

    Wie gesagt, im Generellen stimme ich dir aber zu.

    LG
    Taaya von Let ‚em eat books

    • Antwort Sandy 29. Juni 2016 at 7:16

      Hallo Taaya,

      wow, vielen Dank für deinen ellenlangen Post! Du hast natürlich recht und es kommt sicher immer darauf an, was und wo man studiert. Freundinnen von mir, beide in einem eher technischen Studium, hatten damals einen sehr durchgeplanten Stundenplan am Tag. Es war fast wie in der Schule. Ich hingegen – Geisteswissenschaften – hatte einen sehr souveränen Tagesablauf (und habe auch haufenweise Hausarbeiten geschrieben, weil ich mich vor den Referaten gedrückt habe).

      Ich wollte nie sagen, dass Studenten mehr Zeit haben oder es besser. Aber meisten (nicht immer) haben sie eben doch sehr viel Souveränität über ihre Zeit. Es ist eben ein Unterschied, ob man sich 9-10 Stunden (mit Fahrt manche noch länger) im Büro (oder wo auch sonst) auspowert und gar keine Möglichkeit hat, eine Blogarbeit einzuschieben – oder ob man seinen Tagesablauf im Großen und Ganzen selbst gestalten kann.

      By the way … was studierst du denn, das würde mich jetzt ja schon sehr interessieren. Achja, und wann bloggst du noch? :)

      LG Sandy

      • Antwort Let 'em eat books 29. Juni 2016 at 9:57

        Huhu Sandy,

        ich studiere Soziologie und Politologie im Master. Und bloggen tu ich erst jetzt ansatzweise regelmäßig. Ich muss nur noch meine Masterarbeit schreiben (über offene Bücherregale *fieps*) und verbringe meine Zeit gerade vor allem damit, auf Emails von meiner Prüferin zu warten, dass ich endlich loslegen darf. Aber in den ersten 5 Jahren Studium hab ich nicht mal im Schnitt einen Post im Monat geschafft. Ich wollte nur bloggen, wenn ich auch ein Buch gelesen habe, und selbst Busfahrt und Badewanne gingen immer für Unitexte drauf, so dass ich kaum etwas zu rezensieren hatte.
        Jetzt geht es zum Glück, keine Kurse mehr und nur die eine Arbeit, die vor allem ein Experiment und ein Fragebogen sind, so dass ich auch in den nächsten Monaten immer wieder darauf warten muss, arbeiten zu können. Da geht bloggen hoffentlich auch ganz gut (und lesen). Aber damals? Da hatte ich oftmals sogar keinen Post in 4-6 Monaten. Und wenn ich mal gepostet oder gelesen habe, dann immer IM Kurs :D. Tatsächlich waren Kurse und Vorlesungen mehr Freizeit als die Zeit zuhause. Das Referat, das gehalten wurde (man kann sich bei uns nicht drücken, im Gegenteil, zu jedem Referat gehört noch eine Ausarbeitung oder eine Hausarbeit, je nach Punktzahl, die du brauchst), konnte man hinterher eh im Internet nachlesen, oder man hat den Text dazu eh schon als Pflicht gehabt und gelesen – und ebenso in den Vorlesungen. Da konnte man dann mal Kaffeeklatsch mit den Mädels machen, Bücher lesen oder den Post vortippen. :D

        LG
        Taaya

  • Antwort Elke 3. Juli 2016 at 11:26

    Ich habe auch einen Vollzeitjob und kenne das. Mein Blog ist mein Hobby. Er ist mein Ausgleich zu der schlechten Stimmung in der Firma. Aber ich versuche schon 1 x die Woche einen einzustellen und wenn es mal weniger ist. Ok, dann eben weniger. Ich habe erst im März angefangen und freu mich über jeden der meinem Blog folgt. Aber es muss auch akzeptiert werden, wenn es mal etwas später mit dem Blog wird. Dafür doch dann um so schöner. Diese Überflutung mit jedem Tag, ich muss sagen, das mir das im Abo von vielen auf den Keks ging. Das fand ich schon zuviel . Ich hoffe es nimmt mir niemand jetzt übel. Ein Blog soll Spaß machen. Wer damit sein Geld verdient, ok, da sage ich nichts zu. Da ist vieles anders. Das akzeptiere ich auch. LG,Elke

  • Antwort Twineety 7. Juli 2016 at 20:41

    Hallo!

    Ich habe da mal eine Frage. Wenn du 8.00 – 17.00 arbeitest, hast du da eine ganze Stunde Pause? In letzter zeit ist mir diese Arbeitszeit öfter aufgefallen und als ich jetzt deinen Tagesablauf gelesen habe, da will das jetzt mal von jemandem wissen, der solche Arbeitszeiten hat. Ist das eine 40 h Arbeitswoche, oder wie ist das geregelt? (P.S. ich will auch nicht wissen wo du arbeitest, mich interessiert das einfach nur ganz allgemein.).

    Viele Grüße
    Twineety

    • Antwort Sandy 7. Juli 2016 at 21:12

      Hallo Twineety,

      Ich arbeite 40h zwischen Mo und Fr. Die Zeiten sind variabel. Was wäre an 1h Mittagspause so ungewöhnlich?

      LG Sandy

      • Antwort Twineety 8. Juli 2016 at 20:42

        Ah, bei 1h Pause ist das natürlich logisch! Vorgeschrieben sind ja nur 30 min bei 8 Stunden und das ist allgemein das normale was man an Pause „überall“ bekommt. 1h ist dann die Luxusvariante, wenn man so will. Aber schön das es soetwas gibt. Vielen Dank für die Antwort!

        Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

        Twineety

  • Antwort Calantha 28. August 2016 at 19:12

    Ich gebe dir vollkommen Recht, dass man als Student wesentlich mehr Zeit hat, als mit einem Vollzeitjob.
    Ich habe mein komplettes Studium Selbst finanziert und zusätzlich zum ganz regulären Stundenplan noch 20-40 Stunden pro Woche zu Arbeiten, ist sich wunderbar ausgegangen. Am Anfang waren es 20, später dann 40 Stunden + 2 h Pendeln pro Tag hin zur Arbeit und zurück auch nochmal. Dabei haben meine Mitstudenten schon rumgeheult, wenn sie mal einen Tag die Woche arbeiten mussten. Ich habe jeden Tag gearbeitet und habe 60 % der Vorlesungen nicht mal besuchen können. Seminare natürlich schon. Dann lernt man halt nebenbei und nimmt sich zur Prüfung frei. Trotzdem habe ich neben meinem VOLLZEIT Job meine zwei Bachelorarbeiten mit 1 abgeschlossen. Die meisten Studenten haben noch nie in ihrem Leben hart gearbeitet und wissen überhaupt nicht, was harte Arbeit ist. Sie denken, weil sie den ganzen Tag zu tun haben, arbeiten sie den ganzen Tag. So ein Blödsinn. Meine Bachelorarbeit habe ich innerhalb von 2 Wochen geschrieben, man muss halt auch etwas dafür tun und nicht das ganze schleifen lassen. Wenn man 3-4 Seiten pro Nacht schreibt, ist man innerhalb kurzer Zeit fertig. Die meisten meiner Mitstudenten hatten nämlich überhaupt keine Motivation mal was am Wochenende zu machen oder die Nächte durchzuarbeiten. Außerdem stellten sich viele auch recht bescheiden an beim Verständnis und waren dann lieber auf Partys.

    Liebe Grüße.

  • Antwort {ChaosNotizen} So schafft ihr es, mehr Bücher zu lesen | Tintenmeer 26. Juni 2018 at 19:00

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