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{Rezension} Erwählte der Ewigkeit von Lara Adrian

Der Orden der Vampire wird von einem finsteren Widersacher bedroht, der immer mehr an Macht gewinnt. Der Vampir Sterling Chase, der mit den dunklen Abgründen seines Wesens ringt, beschließt, sich zu opfern, um dem gefährlichen Gegner ein für allemal das Handwerk zu legen. Doch seine Pläne werden durchkreuzt, als eine junge Sterbliche zwischen die Fronten des wachsenden Konfliktes gerät. Eine Frau, die ein ungeahntes Geheimnis verbirgt … (Klappentext)

Rezension:

Dieser Band von Lara Adrians Midnight-Breed-Reihe ist der letzte, zumindest was die aktuelle „Besetzung“ angeht – quasi das Staffelfinale. Und Ich fand es wirklich grandios. Die Autorin hat es dieses Mal endlich geschafft, das halbwegs einzubauen, was ich in den anderen Teilen vermisst habe. Die Struktur der Bücher ist ja letztlich immer die gleiche: einer der Kerle trifft sein Weibchen, Blut(sverbindung), Rettung, blabla, fertig, Happy End. Ob das dieses Mal auch so ist? Wird natürlich nicht verraten, das müsst ihr selbst herausfinden.

Der letzte Teil „Gejagte der Dämmerung“ hat ja schon mit einem wahrhaft fiesen Cliffhanger geendet, den ich der Autorin gar nicht zugetraut habe. Echt toll gemacht. Umso mehr freut man sich dann doch auf den neuen Band. Schema F ist wieder die Grundlage. Dieses Mal geht es um Chase und Tavia, die sich im letzten Teil schon mal kurz getroffen haben – auch das ist neu. Chase kennt man, wenn man die anderen Bände gelesen hat, schon recht gut, er spielte immer mal wieder eine Rolle, was eigentlich auch ungewöhnlich ist. Im Gegensatz zu ihm bleiben die meisten anderen Charaktere ziemlich blass. Abgesehen von Lucan, der als Anführer ja zwangsläufig immer mal was sagen muss und überraschenderweise in diesem letzten Band doch noch einmal eine „tragende“ Rolle bekommt UND sogar selbst noch einmal das ein oder andere Problem zu bewältigen hat. Das wird zwar alles relativ zügig abgehandelt, ist aber wie gesagt schon eine Dimension, die es sonst nicht gab.

Der Anfang des Buchs hat mich schon etwas melancholisch gestimmt. Nicht nur für mich ist es ja quasi der letzte Besuch in dieser „Welt“, so wie ich sie kenne, auch für die Figuren gibt es gleich zu Anfang eine wichtige Veränderung. Der „Orden“ muss nach dem Überfall im letzten Band ein neues Zuhause beziehen, was in der unwiderruflichen Zerstörung des alten Hauptquartiers resultieren muss – das war schon traurig. Für uns alle. =) Im neuen Heim angekommen schafft es die Autorin wunderbar, Lucans Konflikte darzustellen, denn obwohl ich ja alle Bände gelesen habe und sich der „Haushalt des Ordens“ quasi multipliziert hat, hat sich jetzt erst ein Bild von der Masse an Personen ergeben, die über die letzten Jahre dazugekommen sind. Zwanzig Erwachsene, ne Hand voll Kinder und zwei Hunde? Ach herrje … und jetzt wollen die sich auch noch alle fortpflanzen? Armer Kerl …

Chase hat dahingegen eher „bodenständige“ Probleme. Die Blutgier, da kennt man sich ja schon aus. Trotzdem ist es bei ihm anders als bei Lucan. Ich hatte den Eindruck, dass der Kampf, den er austrägt, viel intensiver geschildert wird. Vermutlich liegt das auch daran, dass man vom letzten Band auch schon im Bilde ist. Obwohl man meint, von Chase schon so ziemlich alles zu wissen, kann der Charakter in diesem Band immer noch überraschen. Es gibt doch noch das ein oder andere Detail aus seiner Vergangenheit, das man noch nicht kannte oder das man bisher ganz anderes bewertet hat. Dieses Mal – aus Chases Mund – erfährt man die Wahrheit, was einen Reiz an dem Buch ausmacht.

Tavia ist eine Exotin in der Welt des Stamms – ich will euch ja nicht gleich alles verraten. Ich fand es echt gut, dass die Autorin auch mal die Grenzen ihrer Welt verschiebt und Dinge realisiert, die es eigentlich nicht geben kann. Nach 9 Bänden braucht man einfach mal etwas Neues. Ich bin froh, dass sie sich dafür entschieden hat. Auch dass es die Autorin geschafft hat, dieses Mal verschiedene Erzählstränge zu erzeugen und unter einem Hut zu halten, hat mir gut gefallen. Und nicht nur das, obwohl dieser Band ein Ende markiert, werden wichtige Grundsteine für ein Fortbestehen der Buchreihe gelegt.

Fazit:

„Erwählte der Ewigkeit“ ist das wirklich sehr spannende und dramatische „Staffelfinale“ – ich nenne es mal so –  der Midnight-Breed-Reihe. Allen, die in den schwächeren Bänden der Serie durchgehalten haben, winkt jetzt eine Belohnung. Aber das Ende ist ja auch ein neuer Anfang und darum freue ich mich  auch schon auf die neuen Enthüllungen und die neue Generation. Im Januar geht’s weiter! *freu*

Bewertung:

Taschenbuch I 460 Seiten I Egmont LYX I ISBN: 978-3-8025-8385-8 I 9,99 Euro I Originaltitel: Darker after Midnight

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