Isola Isabel Abedi
Bücherschrank

{Kurzrezension} Isola von Isabel Abedi

Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro – als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch nicht nur für die siebzehnjährige Vera, die ganz eigene Gründe hat, auf der Insel zu sein, wird das paradiesische Idyll zu einem schillernden Gefängnis. Was verbirgt der melancholische Solo, der Veras Gefühle auf ganz ungewöhnliche Weise berührt? Wer ist die hübsche Moon, die sanfte Pearl, der provozierende Joker – wer sind sie alle in Wirklichkeit? Ein jeder von ihnen kommt der Wahrheit näher, als der exzentrische Regisseur die Jugendlichen mit einem Spiel überrumpelt, auf das niemand vorbereitet ist. Ein Spiel, das bald tödlicher Ernst wird. (Klappentext)

Kurzrezension

Schon mit dem ersten Buch dieser Autorin bin ich sozusagen „Fan“ geworden. „Whisper“ hat mich gefesselt, „Lucian“ habe ich verschlungen und „Isola“ habe ich mir aufgehoben. Für diesen Moment, in dem man ein gutes Buch braucht. Ich wurde nicht enttäuscht.

Schon nach wenigen Worten wollte ich nur noch wissen, wie es weitergeht, und hatte tausend Fragen im Kopf. „Isola“ beherbergt zwar eine ganze Schar von Figuren – da wären zum einen natürlich die 12 Jugendlichen und zum anderen das Filmteam, welches immer einmal wieder eine Rolle spielt –, dennoch schafft es die Autorin die verschiedenen Stränge nicht zu verlieren.

Jeder Figur wird ausreichend Zeit gewidmet, um ihr Handeln zu verstehen und ihren Charakter einschätzen zu können. Hier zeigt sich meiner Meinung nach das Talent von Isabel Abedi. Mit nur wenigen Worten erschafft sie komplexe Figuren und erzeugt so ganz nebenbei auch noch eine passende Atmosphäre. Gerade diese war es auch, die diese Geschichte unheimlich spannend gemacht hat.

Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es in dem „Spiel“, welches die Jugendlichen auf der Insel spielen sollen, um eine aktive Version von „Katz und Maus“ handelt. Einer hat die „Mörderkarte“, die anderen sollen „überleben“. Obwohl den jungen „Darstellern“ von Anfang an klar ist, dass alles nur ein Spiel ist, kippt die Stimmung auf der Insel sehr schnell. Als Leser kann man ein sehr interessantes Verhaltensexperiment beobachten, welches den größten Reiz dieses Buchs ausmacht.

Der nicht zu komplizierte, dennoch wortgewandte Schreibstil Abedis, die ungewöhnliche Idee der Geschichte, die vielfältigen Figuren. All das macht „Isola“ zu einem packenden und kurzweiligen Roman, den man gelesen haben sollte!

Bewertung

Rezension Sternebewertung 5 Sterne

Isabel Abedi: Isola I Arena Verlag I 328 Seiten I 978-3-401-06048-4 I 14,95 Euro

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3 Kommentare

  • Antwort Caterina 7. Juli 2013 at 14:52

    Oh ja, so erging es mir mit diesem Buch auch. Es ist einfach eine super Mischung und ich muss sagen, das Buch steht bei mir höher als Whisper. Obwohl das ebengenannte einfach genial ist, ist mein absoluter Favorit allerdings Isola

    • Antwort tintenmeer 8. Juli 2013 at 7:34

      Stimmt, du hast recht. Hat man mehrere Bücher der Autorin gelesen, fällt es schwer zu sagen, was das beste ist. ;) Wobei ich Wisper noch spannender fand. Ich konnte es einfach nicht weglegen und hab es in einem Rutsch gelesen. Imago hab ich noch auf meiner Reservebank für schlechte Zeiten. *g*

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