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ChaosNotizen

{ChaosNotizen} Blogideenfindungsschwierigkeiten

Drei Tage habe ich überlegt. Drei verdammte Tage! Und nichts, NICHTS ist mir eingefallen. Ich hab gegoogelt, die Nachrichten gesehen, habe mich auf teilweise echt suspekten Seiten rumgetrieben. Aber die Idee, die kam nicht.

Dafür kam die Wut. Verdammt soll er sein, dieser blöde Blog! Wieso soll da auch immer was Neues drauf erscheinen? Und superspannend, witzig, spritzig, originell soll es sein. Zur Hölle damit! Zur Hölle mit dem weißen Word-Dokument – wer schreibt denn heute noch auf Papier? Zur Hölle mit allem, ich mach hier Schluss!

Und damit zieh ich den Stecker! So! Nur blöd, dass wir doch heute alle Notebooks haben. Mit Akku bringt es einfach gar nichts, den Stecker zu ziehen. Aber zuklappen. Das hilft. Und SCHNAPP. Weg damit. Zumindest vorerst. Denn die Deadline kommt, ob ich will oder nicht.

Da alle meine Bemühungen nichts helfen, beschließe ich, das Problem meinem Gehirn zu überlassen. Soll das sich doch einen Kopf machen! Ich hab nämlich mal gelesen, dass das Gehirn super darin ist, Probleme wie von Zauberhand zu lösen, wenn man aufhört, sich ständig damit zu befassen. Es arbeitet sozusagen im Hintergrund weiter, während ich die Beine hochlege. Besser kann es doch gar nicht laufen, oder? Irgendwann kommt das Pling, die eingehende Nachricht, das Silbertablett, das die Lösung serviert.

Das ist wie mit der Antwort auf die Frage, was meine Schwester sich zu Weihnachten wünscht. Da kannst du hundertmal nachfragen, ob die Wunschliste aktuell ist. Keine Antwort und die Deadline rückt näher. Da wird auch irgendwann das Pling von Whatsapp kommen. Und wenn nicht, gibt’s halt kein Geschenk … Nee, keine Sorge, so gemein bin ich dann nicht. Da gibt’s was, was ich mir für sie ausdenke und dann geht das Gehoffe los, dass es ihr auch gefällt.

Beim Blogpost kann ich noch ausweichen: „Kristinaaaa? Hast du nicht was zu sagen?“ Und wenn nicht und mein Gehirn die Deadline auch nicht einhalten kann, dann gibt’s halt nichts. Davon geht die Welt auch nicht unter.

Und dann steht er da, der Text, und ich wundere mich, wo er hergekommen ist.

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