ChaosNotizen

Sex and Crime für alle? Was jungen Lesern zugemutet wird

Es ist Freitag, 13:23 Uhr. Machen Sie doch bitte einmal den Fernseher an. Danke. Und nun bitte zappen Sie sich doch mal durchs Programm. Gut. Ich schätze, was Sie da sehen, ist Ihnen nicht neu. Mir übrigens auch nicht. Würden Sie Ihre Kinder – mh sagen wir mal im Alter zwischen 4 und 10 Jahren – die Fernbedienung in die Hand drücken und sagen: „Mach doch, was du willst!“ Tja, ich nicht.

Für diejenigen, die den kleinen Test nicht mitmachen konnten. Es läuft Folgendes: diverse „Doku-Soaps“, in denen sich Menschen ununterbrochen anschreien, weil sie sich betrogen haben, betrogen wurden, kriminelle Energien verteilt haben usw., die Wiederholungen von amerikanischen „Krimiserien“, Leichen so weit das Auge reicht, aber natürlich auch Zeichentrickfilme, wer kennt nicht Family Guy?

Ich schätze, wir sind uns einig. Das lassen wir unsere Kids nicht ansehen. Dann doch lieber den KiKa! Achso … nee, das geht ja auch nicht. Da laufen ja heutzutage auch Dokus über kleine Knirpse, denen man in Texas die Knarre in die Hand drückt, damit sie ihr Leben verteidigen können – vor Bären, versteht sich. Glauben Sie nicht? Bitte hier klicken.

Am besten bleibt die Kiste ganz aus. Da hat man nichts verpasst und Spiele und Bücher sind ohnehin die bessere Option. Bücher gibt es für alle Altersgruppen von 0 bis 99. Doch auch hier müssen Eltern sehen – und selbst lesen –, welches Buch für das eigene Kind gut geeignet ist, denn sie kennen ihre Sprösslinge am besten. Es gibt auch keine Altersfreigabe wie bei Filmen und das ist auch gut so.

Begeistert sich ein Kind einmal fürs Lesen und Bücher, wird das vermutlich auch so bleiben, wenn es älter wird. Den Bilder- und Kinderbüchern folgen dann die Jugendbücher, die heutzutage auch bei sehr vielen Erwachsenen hoch im Kurs stehen. Sogar Statistiken des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels belegen: der Trend geht in Richtung Jugendbuch. Erwachsene Leser greifen vermehrt zum „Jugendbuch“, ein Hype jagt den nächsten. J.K. Rowling, Cornelia Funke und ja auch Stephanie Meyer haben es vorgemacht und es funktioniert auch weiterhin! Sprich: In diesem Segment lässt sich so richtig Geld machen. Die Folge? Imprints für die Zielgruppe „Young Adult“ sprießen wie Pilze aus dem Boden. Mancher schaffts, mancher gibt nach kurzer Zeit wieder auf.

Wirft man dann mal einen Blick in die Programme (und die veröffentlichten Bücher), kommt man doch unweigerlich zu der Frage, ob mancher hier nicht den Wolf im Schafspelz verkauft. Nehmen wir beispielsweise den Egmont INK Verlag: ein tolles Design, ein junges Team, ansprechende Cover, vielversprechende Inhalte. Übrigens – ich zitiere mal aus der Verlagsbeschreibung der INK-Homepage: „Es steht für hoch spannende und durch und durch emotionale Bücher für junge Leserinnen von 12 bis 16 Jahren.“ Das klingt vielversprechend! Was bekommt man?

Die Haut war aufgerissen und die knorpelartige Luftröhre ragte wie ein fetter Wurm heraus. Blut – es gab eine Menge davon – war auf der Brust der Frau zu einem großen rosafarbenen Lätzchen getrocknet. […] Was offenbar nichts geholfen hatte, denn die dunklen Eingeweide quollen wie ein Haufen weichgekochter Spaghetti aus ihr heraus.

– Bick: Asches, Brennendes Herz, S.85

Na ja, geht ja noch? Keine Sorge, es kommt noch besser.

Der Junge und das Mädchen aßen. Das heißt, sie stopften etwas in sich hinein. Ihre Münder waren blutverschmiert, Blut tropfte ihnen übers Kinn wie laufende Theaterschminke. Grunzend griff der Junge der Frau in den Bauch und wühlte darin herum, dann zog er eine glitschige Handvoll von etwas Leberartigem heraus, so saftig, dass Alex es glucksen hörte, als er das fleischige Ding zwischen den Fingern quetschte.

– Bick: Asches, Brennendes Herz, S.85f

Dies sind nur zwei ganz kurze Ausschnitte, aber ich kann Ihnen versichern, es geht so weiter. Ashes Band 1 und 2 sind keine schlechten Bücher. Im Gegenteil. Die Geschichte der 17-jährigen Alex ist sehr spannend, sehr realistisch, sehr brutal. Ich würde die Bücher definitiv an Menschen weiterempfehlen, die nicht zu zart besaitet sind. Aber zur  Erinnerung: Die Bücher des Imprints sind für Leser ab 12 Jahre gedacht.

Nach nur wenigen Jahren wurde das Experiment „PAN Verlag“ eingestellt, einzelne Autoren in das Programm von Droemer Knaur eingegliedert. Vielleicht keine schlechte Idee. Bei der Lektüre von Silberlicht von Laura Whitcomb beispielsweise stellt sich ebenso die Frage, wieso dieses Buch als „Jugendbuch ab 12“ gehandelt wird – agieren hier doch zwei Erwachsene im Körper von Jugendlichen. Reicht das schon aus, um für junge Leser geeignet zu sein? Das sexuelle Verlangen der beiden Protagonisten ist in keiner Weise unterschwellig zu nennen, ebenso wenig wie dessen Befriedigung:

Erleichtert stieß er in mich hinein. Ein zartes Geräusch entrang sich meiner Kehle, ein Echo in der Dunkelheit. Ich wand mich unter ihm vor Sehnsucht. Um uns herum pulsierten die Schatten in Rhythmus seines Stöhnens, flüsterten leise bei jedem Stoß. […] Als ich meine Hände in seine Pobacken krallte und ihn tiefer in mich hineindrückte, wurde mein Sichtfeld weiß […]

– Whitcomb: Silberlicht: S.159

Hier kristallisiert sich langsam, aber sicher die Frage heraus: Machen es sich Verlage heute vielleicht ein bisschen zu einfach? Sie springen auf den Zug „Young Adult“ oder „All Age“ auf, verpassen den Büchern ein wildromantisches Kleid und einen herzzerreißenden Klappentext und meinen, das wäre für junge Leser geeignet? Ehrlich?

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Ist es der Trend, Bücher, deren Inhalt eigentlich für Erwachsene geeignet ist, hübsch verpackt in den Jugendbuchmarkt einzuschleusen, um mehr Profit zu machen?

Oder kann man den Lesern ab 12 – die ja von anderen Medien schon ach so abgehärtet sind – auch solche Lektüre zumuten?   

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8 Kommentare

  • Antwort leseratteanett 7. Juni 2013 at 14:45

    Hallo,
    ein wunderbarer Beitrag! Respekt! Da wurden sich viele Gedanken gemacht und ich muss recht geben!!! ich selbst habe Ashes 1 Und 2 gelesen, fand die total super!! Aber für 12jährige nicht in Ordnung! ich habe eine 9 jährige Tochter und sehe, wie sie ist, wie sie auf manche Sachen reagiert, ich glaube nicht, dass sie in 3 Jahren soweit wäre, das zu lesen!!! Dann doch lieber harry Potter :)
    Ich finde die Altersempfehlung ab 12 Jahren eh meist viel zu zeitig. Habe jetzt diverse Jugendbücher gelesen und auch immer gesagt, nein, ab 12 kann ich das keinesfalls empfehlen!
    Da sollten sich die Verlage (und Autoren) doch ein paar mehr gedanken machen!
    Es gibt ja Eltern, die schlagen da zu, ohne genauer nachzulesen, steht ja da ab 12, also bekommt das die 12jährige o_O
    Liebe Grüße
    Anett

    • Antwort tintenmeer 7. Juni 2013 at 15:34

      Hallo Anett,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Du sprichst ein wichtiges Problem an: Die Eltern müssten sich eigentlich Gedanken machen. Leider tun das aber nicht alle bzw. auf der anderen Seite ist es leider nur schwer möglich, alle Bücher vorher selbst zu lesen. Glücklicherweise gibt es aber viele Blogger, Portale und Rezensenten, die da weiterhelfen können. Dennoch ist es schon heikel mit der großen Zahl an Neuerscheinungen. Gerade bei Ashes z.B. finde ich, dass von „außen“ nichts darauf hindeutet, was in dem Buch bzw. den Büchern wirklich drinsteht.Vermutlich ist es auch problematisch „Young Adult“ als „Jugendbuch“ gleichzusetzen (was aber leider üblich ist), denn der Bereich Jugendbuch beginnt ja fatalerweise leider bei 12 Jahren.

      Das (wie ich finde) positive Imprint-Beispiel ist übrigens Script 5 von Loewe. Da geht es nämlich darum: „Seit vier Jahren schließen wir die Lücke zwischen Jugendbuch und Belletristik. Mit junger Belletristik für Leser zwischen 16 und 30 Jahren, für Menschen also, die vielleicht schon volljährig sind, ihren Platz im Leben aber noch suchen, für Menschen, die herausfinden wollen, was das Wort „erwachsen“ für sie bedeutet […]“

      Die Bücher von INK und Script 5 finde ich schon vergleichbar. Doch der einer will sie ab 12 verkaufen, der andere ab 16. Das sollte einem zu denken geben.

      Liebe Grüße
      Sandy

  • Antwort Kaugummiqueen 7. Juni 2013 at 15:33

    Hallo.
    wirklich ein sehr interessanter und gut durchdachter Beitrag. Ich selber habe vor Kurzem die „Gregor-Reihe“ von Suzanne Collins gelesen, die im Oetinger-Verlag als Kinderbuch erschienen ist (ab elf Jahre). Ich finde diese Reihe wundervoll und spannend, habe aber in all meinen Rezensionen dazu angemerkt, dass ich nicht glaube, dass die Bücher für Kinder geeignet sind, da es doch sehr brutal teilweise zugeht. Manchmal frage ich mich, ob man den Kindern vielleicht auch zu wenig zutraut, ich kann das schlecht beurteilen, da ich keine Kinder habe, aber dann denke ich mir wieder, wie ich als elfjährige wohl reagiert hätte, als in der Gregor-Reihe einem meiner Lieblingscharaktere die Kehle rausgerissen wurde…
    Was den Sex betrifft, ich gebe zu, dass er mich nicht stört in Büchern. Ich finde ehrlich gesagt, dass er zu einer Liebesgeschichte auch irgendwie dazu gehört. Dabei versteht sich natürlich, dass die Charaktere auch ein entsprechendes Alter haben sollten. Ich habe auch schon einige Erotikromane gelesen, wobei ich jetzt beispielsweise „Shades of Grey“ nicht kenne, aber die sind ja sowieso für ein erwachsenes Publikum gedacht. Aber wenn in Young-Adult Büchern die Charaktere Sex haben, stört mich das nicht, solange es ästhetisch und nicht pornografisch geschrieben ist. Ich gestehe, dass das Zitat aus „Silberlicht“ schon ein wenig heftig und unangebracht für ein Jugendbuch ist und man das auch viel harmloser hätte beschreiben können. Aber mittlerweile werden die Kinder und Jugendliche ja nicht mehr durch Bücher aufgeklärt, sondern eben durchs Fernsehn und Internet. Über eine Altersfreigabe bei Büchern habe ich auch schon mal nachgedacht. Sinnvoll wäre es in mancherlei Hinsicht schon.
    Liebe Grüße, Kaugummiqueen

    • Antwort tintenmeer 8. Juni 2013 at 12:10

      Hallo Kaugummiqueen,

      ich glaube eigentlich nicht, dass es darum geht, was man einem 12-jährigen Kind zutrauen kann oder was nicht, sondern darum, was geeignet ist. Beim Film gibt es durch die FSK-Kennzeichnung klare Regeln. Mir ist klar, dass Buch und Film zwei grundverschiedene Medien sind und ich bin auf keinen Fall für eine FSK-Kennzeinung bei Büchern. ABER! Ich zitiere mal aus der Kennzeichnung FSK 12: „Problematisch ist dagegen zum Beispiel die Bilderflut harter, gewaltbezogener Action-Filme, die zumeist noch nicht selbständig verarbeitet werden kann. 12- bis 15-jährige befinden sich in der Pubertät, einer Phase der Selbstfindung, die mit großer Unsicherheit und Verletzbarkeit verbunden ist.“

      Wenn also ein Film zu brutal, zu hart, zu gewalttätig ist, bekommt er keine Freigabe ab 12. Das ist logisch. Wieso aber ist es geeignet, ein Kind ab 11 damit zu konfrontieren, dass einem beliebten Charakter die Kehle aufgerissen wird – um mal bei deinem Beispiel zu bleiben. Das finde ich doch etwas inkonsequent.

      Danke für deinen Kommentar! ;)

      Liebe Grüße,
      Sandy

  • Antwort Toni W. 8. Juni 2013 at 10:10

    Was mir dazu am Rande einfällt: Wenn es um Jugendbücher geht, redet man unbewusst (in den meisten Fällen) von Büchern, die auf die weibliche Leserschaft abzielen (das liest sich auch aus dem Artikel und den Kommentaren heraus). Entsprechend scheint auch das Sortiment für diese Altersgruppe zusammengestellt zu werden (- ich werde gern eines Besseren belehrt). Da stellt sich mir die Frage: Lesen Jungs in dem Alter tatsächlich nicht, oder lesen sie nicht, weil alle behaupten, dass sie’s sowieso nicht tun? Und zweitens, wie du bereits angemerkt hast: jemand, der als Kind schon gelesen hat, wird es auch weiterhin tun und muss nicht durch Gewalt und Sex ‚angelockt‘ werden – diese Methode sollte auch weiterhin dem Fernsehen und Kino vorbehalten bleiben… . Auch weil man in einem Buch irgendwie zum hinschauen gezwungen wird. Einen brutalen Film (oder zumindest entsprechende Szenen) kann man wegschalten (z.T. ohne viel vom Inhalt zu verpassen). Hat man aber bereits 100 Seiten eines Buches gelesen, legt man es nicht einfach weg, sondern ‚kämpft‘ sich mit den Lieblingscharakteren eben auch durch diese Situationen, auch wenn es eigentlich nicht altersgerecht ist. Außerdem denke ich, dass Jungen von einer ‚glitschigen Handvoll Leberartigem‘ eher fasziniert sind, als die Mädchen, für die solche Bücher meist geschrieben werden – wie genau sieht denn also nun die Zielperson aus, die die Autoren beim Schreiben vor Augen haben? Oder geht es doch eher um den Profit?

    • Antwort tintenmeer 8. Juni 2013 at 11:50

      Hallo Toni,

      das mit den Leserinnen ist mir auch aufgefallen und ich habe mich ebenso darüber gewundert. Ich denke du, beziehst dich da auf das Zitat von der INK Homepage. Gerade beim angesprochenen Titel Ashes finde ich, diese Zielgruppeneingrenzung unpassend. Meiner Meinung nach ist das Buch sehr gut auch für Jungen geeignet – nur eben nicht in diesem Alter. Ab 16 ja, ab 12 auf gar keinen Fall.

      Abgesehen davon ist es natürlich nicht so, das Jungs nicht lesen. Aber zumindest für den Buchmarkt geht es ja um die Käufer und die Statistik fällt – zumindest laut Ergebnis der Studien des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ziemlich eindeutig aus: Fast 70% der Käufer im Kinder- und Jugendbuchbereicht sind weiblich. Da kommt es natürlich auch drauf an, wer für wen kauft. In der Altersgruppe von 16-19-jährigen kaufen 84 % weibliche, nur aber 16% männliche Käufer. Vielleicht könnte man hieraus den Schluss ziehen, Mädchen lesen mehr als Jungen, und entsprechend wird der Markt auch bereitet. Hier der Link: http://www.boersenverein.de/de/portal/Studien/158287

      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!
      Sandy

  • Antwort Josi 10. September 2013 at 16:25

    Hallo,
    mir fiel zu diesem Beitrag spontan die „Donovan“-Reihe von Nora Roberts ein. Als ich im zarten Alter von 16 war, war ich nämlich auf der Suche nach Urlaubslektüre und ging in einen Buchladen. Vollkommen angefixt auf Magie durch Harry Potter und Stravaganza suchte ich Bücher, die in diesem Genre beheimatet sind. Nun wurde mir also im Buchladen empfohlen, diese Bücher zu lesen. Der Klappentext des ersten Buches, hörte sich auch an, als ob es vielleicht etwas kitschig, aber dennoch interessant werden könnte…:
    „Als die schöne Morgana Donovan von dem Drehbuchautor Nash Kirkland über Magie befragt wird, spürt sie sofort, dass er nicht an Übersinnliches glaubt. Selbst eine Demonstration ihrer geheimnisvollen Künste hält er zunächst für einen Trick. Dabei ahnt Nash nicht, was Morgana bei einem Blick in die Zukunft gesehen hat: Er ist der Mann, der ihr bestimmt ist. Auf sie beide wartet ein mächtiger Zauber, der so stark ist, dass sich ihm auch eine Magierin wie Morgana ergeben muss: die Liebe …“ [Amazon.de-Beschreibung von „Die gefährliche Verlockung (Die Danovans 1)“ von Nora Roberts]
    Beim Lesen war ich dann doch leicht überfordert, dass sich die Liebes-Story hauptsächlich auf die explizite Beschreibung der sexuellen Ebene beider Hauptfiguren drehte. Ich fand die Bücher keineswegs schlecht, dennoch würde ich persönlich sie nicht an Mädchen unter 18 weiterempfehlen, auch wenn diese vielleicht schon die geistige Reife besitzen mögen. Zu finden war dieses Buch auch in der „Young Adults“-Abteilung.

    Um kurz noch etwas anzumerken zu einem vorherigen Kommentar: Ich bin keineswegs der Meinung, dass es sich bei Harry Potter um reine Kinder- bzw. Jugendliteratur handelt. Die Bücher sind mit ihren Erstlesern immer erwachsener geworden und auch brutal und grausam. Das macht sie nicht weniger genial, dennoch würde ich keinem Kind unter 10 unbedingt empfehlen, weiter als bis zum zweiten Band zu lesen… Aber da ich schon viele Potter-Diskussionen hatte, weiß ich, dass ich mit dieser Meinung oft auf Unverständnis stoße..! :) (ich zähle übrigens auch die Panem-Trilogie in die gleiche Kategorie..)

    Viele Grüße,
    Josi

    • Antwort tintenmeer 10. September 2013 at 18:38

      Hallo Josi,

      ich freu mich sehr, dass du kommentiert hast! Ich kann dir nur zustimmen. Dein Beispiel zeigt vermutlich auch, dass man sich auch auf Buchhändlerempfehlungen nicht unbedingt verlassen kann. Wie auch? Bei den vielen Neuerscheinungen ist es gar nicht möglich, alles zu lesen. Händler und Leser müssten sich auf die Empfehlung der Verlage verlassen können. Aber sowohl Händler als auch Verlag müssen ja Profit machen und ihre engen Kalkulationen einhalten. Nen Flop kann sich doch niemand leisten. Ich will gar nicht wissen, wie viele Minderjährige z.B. Shades of Grey gekauft und gelesen haben – in jeder Buchhandlung und dort in jeder Abteilung wurde man zugebombt mit diesem Schund. Es war gar nicht möglich „unbeschadet“ daran vorbeizukommen. Das fand ich persönlich auch ziemlich verantwortungslos.

      Was Nora Roberts allerdings bei Young Adult zu suchen hat, ist mir eher unklar. ;D Da sind ja eigentlich schon die Protagonisten zu alt für das Genre. Vielleicht haben wir hier wieder das Problem der Einordnung und Pauschalisierung? – Magie? Fantasy? Ist doch alles Jugendbuch!

      Liebe Grüße
      Sandy

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